BNK
BNK steht für Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung — ein System, das die Hindernisfeuer von Windenergieanlagen, Hochhäusern und anderen Luftfahrthindernissen nur dann aktiviert, wenn sich tatsächlich ein Luftfahrzeug nähert. International ist dafür der Begriff ADLS (Aircraft Detection Lighting System) gebräuchlich — beide Begriffe bezeichnen dasselbe Funktionsprinzip.
Statt die gesamte Nacht durchzublinken, erkennt das System per Radar, Transponder oder Kamera ein sich näherndes Flugzeug und schaltet die Befeuerung erst dann ein. Das reduziert die Belastung für Anwohner erheblich, ohne die Flugsicherheit zu beeinträchtigen.
Lanthan arbeitet bereits seit 2004 an der Entwicklung der Transponder-BNK — eines der ersten Verfahren, mit dem sich anfliegende Luftfahrzeuge zuverlässig per Transpondersignal erkennen lassen, um die Befeuerung bedarfsgerecht zu steuern. Seit 2008 ist das Verfahren weltweit erstmals im Windpark Wiemersdorf installiert und seitdem erfolgreich im praktischen Einsatz.
Im April 2020 hat Lanthan die Technologie in die neu gegründete Lanthan Safe Sky (LSS) eingebracht — gemeinsam mit den weiteren Gesellschaftern Recase und Air Avionics, die das Verfahren seither gemeinsam weiterentwickeln.
Lanthan selbst produziert und vertreibt keine BNK/ADLS-Steuerungssysteme. Was Lanthan liefert, sind die Hindernisbefeuerungssysteme selbst — entwickelt, damit sie mit jedem gängigen BNK/ADLS-System zusammenarbeiten, unabhängig vom Hersteller der Steuerung. Bei der Umsetzung berät Lanthan herstellerneutral und vermittelt Gesamtpakete — mit der LSS (heute Nolite) ebenso wie mit allen anderen Anbietern am Markt. Auf Wunsch integrieren wir BNK Systeme direkt in unsere Befeuerungssysteme.
Wer in eine BNK/ADLS-Anlage investiert, bindet sich damit an einen Steuerungsanbieter — nicht aber zwangsläufig an einen Hersteller der Hindernisfeuer selbst. Lanthan-Feuer sind bewusst herstellerunabhängig und systemoffen ausgelegt:
Das macht Lanthan zum passenden Partner für Betreiber, die BNK/ADLS-taugliche Hindernisbefeuerung suchen, ohne sich an eine bestimmte Steuerungslösung zu binden.
BNK steht für Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung. Das System aktiviert die Hindernisbefeuerung nur dann, wenn ein Luftfahrzeug erkannt wird, statt die ganze Nacht durchgehend zu blinken. International wird dafür meist die Bezeichnung ADLS (Aircraft Detection Lighting System) verwendet.
Funktional gibt es keinen Unterschied — BNK ist die deutsche, ADLS die international gebräuchliche Bezeichnung für dasselbe Prinzip der bedarfsgesteuerten Hindernisbefeuerung.
Seit dem Energiesammelgesetz 2018 ist eine bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK/ADLS) für Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe über 100 m in Deutschland verpflichtend vorgeschrieben.
Ein BNK-System erkennt anfliegende Luftfahrzeuge über Radar, Transponder oder Kamera-/Sensortechnik und schaltet die Hindernisfeuer erst bei Annäherung ein. Lanthan war an der Entwicklung der Transponder-BNK beteiligt, die seit 2010 im praktischen Einsatz ist.
Nein. Lanthan hat die Transponder-BNK miterfunden, stellt aber selbst keine BNK/ADLS-Steuerungssysteme her oder vertreibt diese. Lanthan liefert die Hindernisbefeuerungssysteme, die systemoffen mit gängigen BNK/ADLS-Steuerungen jedes Anbieters kompatibel sind. Lanthan berät und vermittelt Gesamtpakete zur Umsetzung.
Technisch ja – das Funktionsprinzip lässt sich grundsätzlich auf andere Hindernisse wie Hochhäuser, Kräne oder Masten übertragen. In der Praxis ist es dort aber selten sinnvoll: Anders als bei Windkraftanlagen, wo BNK/ADLS seit dem Energiesammelgesetz 2018 gesetzlich vorgeschrieben ist, fehlt für andere Hindernisarten meist die regulatorische Grundlage. Die Umsetzung erfordert einen hohen Genehmigungsaufwand mit den zuständigen Luftfahrtbehörden und ist im Verhältnis zum Nutzen entsprechend kostenintensiv. Für die meisten Anwendungsfälle außerhalb der Windenergie ist eine einfache, durchgehende Dauerbefeuerung daher die wirtschaftlichere und unkompliziertere Lösung.